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Die Nummerierung der Civitas wurde nach dem Zentralfest 2014 umgestellt. Neu erfolgt die Nummerierung von Zentralfest zu Zentralfest.

Zentralfest 2014 Sarnen

Ein äusserst zentrales Fest

Bereits zum siebten Mal, wenn auch mit 80 Jahren Unterbruch, heisst Sarnen den Schweizerischen Studentenverein willkommen, am Ufer des Sarnersees und eingebettet in eine wunderschöne Bergwelt, sein Zentralfest zu feiern.

Das Fest ist bei uns im wahrsten Sinne des Wortes zentral, liegt doch der geografische Mittelpunkt der Schweiz auf der Älggi Alp keine 10 km Luftlinie vom Festort entfernt. Wir freuen uns auf viele Begegnungen, auf engagierte Diskussionen, und auf ein fröhliches Feiern im Einklang mit der begeisterungsfähigen Sarner Bevölkerung.

Wir im OK sind entweder aus Obwalden oder haben hier studiert und uns vereint die Mitgliedschaft in der GV Subsilvania. Wir haben darum auch viel lokales Flair in das Festprogramm einfliessen lassen, kommt also her und erlebt die Traditionen des Schw. StV in einem Ort voll von eigenen Traditionen!

Vivat, crescat, floreat, Schw. StV!

Cäcilia Wiese v/o Candy, OK-Präsidentin

 

 

 

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Bologna: Mobilität und Durchlässigkeit

Braucht die Bologna-Reform eine Reform?

1999 startete der Bologna-Prozess. Ziel war die Schaffung eines europäischen Hochschulraumes, der 2010 symbolisch eröffnet wurde, zur Forderung der Mobilität und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Bildungsstandorts Europa. Als Eckpfeiler führte man das dreistufige Studiensystem mit Bachelor, Master und Doktorat ein sowie das Leistungspunktesystem ECTS. Ebenso entstand eine Zusammenarbeit bei der Qualitätssicherung und die Einführung von nationalen Qualifikationsrahmen. Die Schweiz war von Beginn an dabei und hat die Reformen zügig umgesetzt.

Ein Ziel der Bologna-Reform ist die vermehrte Mobilität der Studierenden. Aus Schweizer Sicht ist dieses Ziel nur marginal erreicht. Der Anteil Schweizer Studierender im Ausland ist weiterhin gering. Was der Wechsel unter den Schweizer Universitäten betrifft, ist der Anteil ebenfalls gering.

Die Reform sah vor, dass rund 80% der Hochschulabgänger nach drei Jahren die Bildungsstatte mit einem berufstauglichen Abschluss verlassen sollten. Dies mag in Bezug auf den Bachelorabschluss eventuell seine Gültigkeit haben. Die meisten Studierenden verlassen die Universität jedoch nach erfolgreichem Masterabschluss, da vielerorts – namentlich in der Wirtschaft – der Bachelorabschluss nicht als genügend tauglich erachtet wird.

Das Leistungspunktesystem ECTS ist reichlich kompliziert und von Uni zu Uni, ja gar von Fakultät zu Fakultat verschieden. Durchblick hat weder in der Schweiz, geschweige denn europaweit jemand. Und gerade hier musste die Qualitätssicherung greifen, um die Gleichwertigkeit der Abschlüsse – ein weiteres Ziel der Reform – zu garantieren.

Bologna hat einiges bewirkt in der europäischen Hochschullandschaft. Der Wissenschaftsaustausch findet vermehrt statt und Beachtung. Doch 15 Jahre nach Lancierung ist die Reform bei den Studierenden – dem Zielpublikum – noch nicht angekommen. In zentralen Punkten muss die Reform überdacht werden, will sie überhaupt zum Erfolg fuhren. Ob die nunmehr 47 (!) Staaten diesen Prozess zielführend umsetzen können, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

Thomas Gmür v/o Mikesch, Redaktor

 

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Wasser

Recht auf Wasser - Pflicht zum Handeln

Jahr für Jahr sterben rund 1,5 Millionen Menschen an verunreinigtem Wasser, meistens Kinder. Fehlende sanitäre Einrichtungen sowie Abfälle aus der Landwirtschaft, die ungeklärt den Wasserkreislauf verunreinigen, sind die häufigsten Gründe für verunreinigtes Wasser. Wasserleitungen, Kläranlagen und Kanalisationen sind in den Ländern der Dritten Welt oft nicht vorhanden oder bloss in marodem Zustand. Bolivien und 33 weitere Staaten haben eine Resolution in der Vollversammlung der UNO eingebracht, um den Zugang zu sauberem Wasser als allgemeines Menschenrecht anzuerkennen. Die UNO verankert denn auch seit dem 28. Juli 2010 das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als allgemeines Menschenrecht. Wenn das Recht auch nicht bindend oder einklagbar ist, hat es doch einen hohen politischen Stellenwert. Dass gerade die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada sowie andere Industrienationen die Resolution nicht unterstützten, zeigt zumindest eines deutlich: die Sensibilisierung fehlt.

Wir bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser, unser Gehirn sogar zu drei Vierteln. Wasser ist das Transport- und Kühlmittel unseres Körpers und wir können eine ganze Weile ohne Essen auskommen, aber nur wenige Tage ohne Wasser. Dass Wasser lebensnotwendig ist, sollte also auch in den hochentwickelten Staaten wie den USA durchgesickert sein. Industrie, Gewerbe, Verkehr sind ebenso dauerhaft auf sauberes Wasser angewiesen.

Wasser wird im 21. Jahrhundert zum meist umworbenen Gut. Die Schweiz wird dabei keine unwesentliche Rolle spielen. Zum einen ist unser Wasser wohl eines der saubersten, zum anderen ist die Schweiz das Wasserschloss Europas. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Gut Wasser tut daher Not – Wasser als Energieträger für den Menschen, für die Wirtschaft, für eine intakte Umwelt.

In der Schweiz ist Wasser in genügender Menge und bester Qualität vorhanden. Es braucht eine Sensibilisierung dafür, dass mit diesem öffentlichen Gut bewusster umgegangen wird, damit dem Recht auf Wasser weltweit Beachtung geschenkt wird. Als Industrienation sind wir dazu verpflichtet.

Thomas Gmür v/o Mikesch, Redaktor

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