Medien  RSS Facebook deutsch français

StV-Wallfahrt nach Ziteil

Am 12. August 1995 fand die 1. Wallfahrt des Schweizerischen Studentenvereins (StV) nach Ziteil, oberhalb von Savognin (GR) statt.

Geboren wurde die Idee einer Bergwallfahrt zum Pilgerort auf 2434 Metern Höhe von Mitgliedern der Bündner StV-Sektion CA Rezia zu Freiburg im Üechtland. Während sieben Jahren leitete Abt Pankraz Winiker OSB aus dem Kloster Disentis die Wallfahrt. Seit dem Jahr 2002 führen uns die beiden Disentiser Patres Bruno Rieder OSB und Vigeli Monn abwechselnd nach Ziteil.

Die treue StV-Pilgergruppe zählt jeweils um die 60 Personen – StVer, EKVer und zugewandte Orte – und ist damit eine der grössten regelmässigen Pilgerfahrten zum Marienwallfahrtsort. Noch nie musste der Anlass abgesagt werden – auch wenn sich die Bündner Bergwelt nicht immer von ihrer einladenden Seite gezeigt hat. Da mit Mütze und Band gepilgert wird und jeweils verschiedene StV-Sektionen mit ihren Fahnen präsent sind, bietet die StV-Wallfahrt ein farbenprächtiges Bild.

Wie das OK auf Grund zahlreicher Rückmeldungen erfahren durfte, ist die Bergwallfahrt bereits vielen Teilnehmern zum unvergesslichen Erlebnis geworden. Es ist deshalb unser erklärter Wille, den Anlass mit seiner einmaligen spirituellen Dimension auch weiterhin für eine möglichst grosse Zahl von StVerinnen und StVer organisieren zu dürfen.

 

-   Das Ziteil-OK der CA Rezia



Programm

23. StV-Wallfahrt nach Ziteil, Samstag, 5. August 2017


Auch dieses Jahr organisiert die CA Rezia für den Schw.StV eine Wallfahrt nach Ziteil (Graubünden). Zu diesem Anlass möchten wir alle StVer und ihre Freunde herzlich einladen.


Freitag, 4. August 2017

21.00 c.t. c.p.s.
Stammbetrieb in Savognin, Rest. Danilo (Savogniner Dorfmarkt - Scuntrada!)

 

Samstag, 5. August 2017

09.30 - 10.15 Besammlung beim Restaurant Hotel Post in Cunter (Mitfahrgelegenheit)
10.30 s.t. Besammlung auf dem Parkplatz in Muntér (1860 M.ü.M)
  Anschliessend Wallfahrt nach Ziteil (2433 M.ü.M., ca. 90 Min.)
12.45 Feier der hl. Messe mit Abt Vigeli Monn OSB
13.45 Mittagessen
15.30 Rückkehr nach Muntér
16.30 Schlussandacht und Segen in Salouf
17.00 Umtrunk im Rest. Alpina in Salouf
20.00 c.t. c.p.s. Abendessen in Savognin, Rest. Danilo
 

Anreise: PW: Chur - Thusis - Tiefencastel - Cunter - Salouf. Ab Salouf ist der Weg signalisiert. 

Zu beachten: CHF 5.— Parkplatzgebühr in Muntér (kurz nach Salouf zu bezahlen).

 

ÖV: SBB/RhB bis Chur oder Tiefencastel, anschliessend Post bis Cunter (Haltestelle Vischnanca).

Weiter mit organisiertem Privatfahrzeug (Anmeldung).

 

Tenue: Zur Wanderausrüstung werden Mütze und Band getragen. Verbindungsfahnen sehr willkommen.


Unterkunft: - preisgünstige Doppelzimmer in Savognin: Garni Julia (081 684 14 44)
  - Hotels in Savognin: Danilo/Pianta, Piz Mitgel, Romana

Anmeldung

Meldet euch bitte an bei: Filip Dosch v/o Diavelet, Stradung 5, 7452 Cunter, filip.dosch@bluewin.ch

 

 

Über Ziteil

Ziteil – einer der höchstgelegenen Wallfahrtsorte Europas

 Die Wallfahrten nach Ziteil gehen zurück auf das Jahr 1580, als gemäss der Legende eine weiss gekleidete Frau einem 18-jahrigen Mädchen im Oberhalbstein erschienen war und zu ihm sagte: „Gehe hin und sage dem Volk im Oberhalbstein, es habe nun so viel gesündigt, dass nicht noch mehr ertragen werden könne. Wenn es sich nicht bessere, werde Gott es streng bestrafen, so dass er nicht nur die Feldfrüchte verdorren, sondern das Volk vom Jüngsten bis zum Ältesten sterben lassen werde. Ich kann bei meinem Sohn für dieses Volk nicht mehr Fürbitte einlegen.“ Acht Tage darauf erschien die gleiche Frau einem 16-jährigen Knaben in Ziteil und wiederholte dasselbe.

Als man damit begann, Prozessionen zu halten, fingen alle verdorrten Feldfrüchte wieder zu grünen an und weckten Hoffnung auf eine sehr gute Ernte.

Seit dieser Zeit sind die Wallfahrten dokumentiert. Vermutlich wurde bereits kurz nach der Erscheinung in Ziteil eine bescheidene Kapelle errichtet. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die bestehende Kapelle vergrössert und ein Pilgerhaus errichtet. 1848 entstand ein neues Pilgerhaus mit zwei Pilgerstuben und Zimmern für die Geistlichen. Die letzten Umbauten fanden in den Jahren 1957/58 und 1977 statt. Damit steht Raum für insgesamt 150 Pilger zur Verfügung. Ein besonderes Merkmal der heutigen Wallfahrtskirche ist das grosse Rückfenster. Weil die Hauptgottesdienste in Ziteil am frühen Morgen stattfinden, musste das Morgenlicht in die Kirche hereingebracht werden.

Dazu wirkt dieses Fenster wie ein grosses Gemälde Gottes. Denn der Ausblick auf die Bergwelt ist überwältigend.

Ziteil wird heute noch rege besucht. Der Pilgerort in Romanischbünden ist ein bevorzugter Wallfahrtsort der rätoromanischen Bevölkerung. Es zieht aber jedes Jahr auch viele Deutschsprachige aus dem In- und Ausland in das nur in den Sommermonaten zugängliche Heiligtum.

 Quelle: Sur Duri Loza: „Die Wallfahrt nach Ziteil“