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Aktuelle Ausgabe

Kulturelle Vielfalt in der Schweiz

Ausgabe Nr. 2 2017-18

Der Kulturvielfalt Sorge tragen

Zu Recht rühmen wir Schweizer unser Land als ein kulturell vielfältiges. Dies hat durchaus seine Gründe. Da wäre einmal die Sprachenvielfalt; vier Landessprachen mit unterschiedlich starken Ausprägungen kennt nicht manches andere Land. Und die überwiegende Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer kann sich in mehr als einer dieser Sprachen verständigen, was mitunter ein Zeichen des innerschweizerischen Kulturverständnisses ist. Es sind aber neben den linguistischen Unterschieden auch anders geartete Kulturräume, die in der Schweiz aufeinanderstossen. Dass dem so ist, verdanken wir heute einer fürwahr nicht immer harmonisch verlaufenden historischen Entwicklung, die einerseits in die Gründung des modernen Bundesstaates Schweiz mündete, andererseits das politische System mit seinen stabilen Grundfesten ermöglichte. Wichtige Pfeiler im politischen Prozess setzten der Schweizerische Studentenverein und ihm nahestehende Kreise, wir beleuchten in dieser Ausgabe eine der zentralen Figuren des sogenannten Kulturkampfes, Philipp Anton von Segesser. Der StV thematisiert dieses Frühjahr an einer breit angelegten Podiumsveranstaltung die Sprachendebatte, eingebettet in unser föderales System. Wenn es um Kultur in der Schweiz geht, dürfen alltägliche Dinge nicht ausser Acht gelassen werden. Schweizerinnen und Schweizer sind stets auch in ihren Regionen verankert, da, wo Traditionen gelebt oder die Kochkunst gepflegt werden. Denn eines ist gewiss: die Schweiz ist aus dem Kleinen heraus entstanden und gewachsen, zu diesem Kleinräumigen müssen wir Sorge tragen – es macht die Schweiz, das Verständnis füreinander aus. Das Einstehen und Verteidigen dieser Kulturvielfalt und ihrer Vermittler (wie beispielsweise eine unabhängige nationale Fernseh- und Radiogesellschaft) gehört auch auf die Fahnen des Schw. StV.

In diesem kulturell konnotierten Umfeld hat selbstredend auch ein Verein seinen Platz, der sich betont christlich und schweizerisch gibt – auch dazu gilt es Sorge zu tragen.

Thomas Gmür v/o Mikesch, Redaktor

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