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Energiestrategie 2050

Ausgabe Nr. 3 2016-17

Innovationsstärke ist unser Gütesiegel

Die schweizerische direkte Demokratie ist eine ganz spezielle Einrichtung: regelmässig werden die Stimmberechtigten an die Urne gerufen, um zu mehr oder weniger gewichtigen Fragen Stellung zu beziehen. So dürfen wir über die Stipendien für Studierende, über den Kantonswechsel eines Berner Kaffs, über mehr Ferien oder gar über die Einführung der Sommerzeit abstimmen. In letzter Zeit nehmen hingegen Abstimmungen zu Themen und Fragen zu, welche ganz entscheidenden Einfluss auf die Schweiz und auf das weitere gemeinsame Zusammenleben in unserem Land haben. Vor Jahresfrist haben wir die Diskussion rund um die Flüchtlingspolitik aufgenommen, ein heisses Eisen, das leider auch in den kommenden Jahren nicht verglüht. Im Herbst stellen wir die Rentenreform ins Zentrum, um uns dabei Fragen zu stellen, die auch im StV generationenübergreifend interessieren. Eine ganz andere zukunftsrelevante Frage steht heute im Fokus: die Energiestrategie 2050. Seit das Parlament diese Strategie verabschiedet hat, haben sich im Abstimmungskampf ganz interessante Stellungsbezüge ergeben.

Zunächst schien die SVP mit ihren schwarzmalerischen Zukunftsperspektiven alleine zu sein. Doch langsam getrauen sich einige Freisinnige und vereinzelte Wirtschaftsverbände dazu. Ob wirtschaftsfernes Gedankengut, blindes Vertrauen in überholte Technologien oder ideologische Scheuklappen hierbei Pate stehen, verortet sich ebenso im nebulösen Nirwana wie die Begründungen der Gegner der Vorlage. Es mag durchaus Für und Wider geben wie bei den meisten bundesrätlichen Vorlagen. Doch diesmal argumentieren die Gegner mit derart verqueren Inhalten, dass selbst das Gegenteil noch verkehrt scheint. Das Zahlenjonglieren ist nicht nur Fake news, sondern schon fast Creative news. Bei alledem bewahren die Befürworter eine beruhigende Contenance. Die Hauptfrage nämlich, zu welcher wir hier Stellung nehmen können und sollen, heisst nämlich: Wollen wir weiterhin in Technologien investieren, die auch weiterhin äusserst unsicher sind? Oder wollen wir in Entwicklungen investieren, die nachhaltig, zukunftsweisend, sicherer und auch günstiger sind?

Die Schweiz hat seit der Gründung des modernen Staates bewiesen, dass Innovationsstärke eines ihrer Gütesiegel ist. Ich bin überzeugt, dass die Umsetzung der Energiestrategie für unser Land ein starkes Zeichen setzt.

Thomas Gmür v/o Mikesch, Redaktor

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Niklaus von Flüe – Vereinspatron, Landesvater, Vermittler

Ausgabe Nr. 2 2016-17

Lassen wir uns auf Bruder Klaus ein

Im vergangenen Jahr konnte der Schweizerische Studentenverein sein 175-Jahr-Jubiläum feiern. Schwyz bot dabei den idealen Rahmen, ein rauschendes Fest vor traumhafter Kulisse zu feiern und den StV mit seinen Idealen hochleben zu lassen. Heuer begehen wir ein anderes Gedenkjahr, ein etwas ruhigeres. Vor 600 Jahren wurde Niklaus von Flüe, als Bruder Klaus Patron unseres Vereins, geboren. Wir nehmen dies nun zum Anlass, eine Ausgabe des Vereinsorgans ihm zu widmen. Der StV hat in seinen Reihen einige Mitglieder, die zum Heiligen vom Ranft etwas zu sagen haben. Da wäre zum Beispiel der Bruder- Klausen-Kaplan Josef Rosenast in Sachseln, dessen theologische Sicht auch unsere Augen öffnen werden. Eine der bekanntesten Biographien, die sich mit der Vita Klaus’ befassten, stammt aus der Feder von Pirmin Meier, der uns mit interessanten, den meisten bisher unbekannten Fakten bedient. Die historisch-politische Wirkung des Heiligen über all die Jahrhunderte schildert uns der StV-Kenner par excellence Urs Altermatt. Da während des Gedenkjahres nicht bloss trockene Kost verabreicht werden soll, findet im Oktober eine Wallfahrt zum heiligen Bruder Klaus ins Flüeli-Ranft statt.

Was hat denn heute, 600 Jahre nach seiner Geburt und nach 175 Jahren StV, Bruder Klaus uns noch zu sagen? Niklaus von Flüe war zunächst einmal einfacher Bürger, er war Soldat, er war Familienvater, er war Bauer, obzwar nicht grad’ der ärmste. Er engagierte sich politisch und als Richter. Dies ist der Lebensentwurf eines aktiven Bürgers, der sich fürs öffentliche Wohl einsetzt – ganz im Sinne dessen, was der StV auch von seinen Mitgliedern erwartet. Doch mit 50 Jahren kommt bei Niklaus ein Bruch. Er entsagt den Annehmlichkeiten, die ihm gegönnt wären. Künftig prägen Enthaltsamkeit und Bescheidenheit, aber auch das Gebet sein Leben. Auch hier ist uns Bruder Klaus Vorbild, vielleicht weniger in seiner konsequenten Abkehr vom Diesseitigen und Hingebung an Gott als in seiner Bescheidenheit, seiner Rückbesinnung aufs Wesentliche. Und schliesslich ist Klaus ein Mittler in schwierigen Zeiten. Bruder Klaus konnte zuhören – gerade heutige Politiker täten gut daran, sich am ruhigen, gütigen und weitsichtigen Mahner und Berater zu orientieren. Das Zentralkomitee hat in der letzten «Civitas» zur Wertediskussion aufgerufen. Unser Vereinspatron kann uns hier in manchem Richtschnur sein. Lassen wir uns auf Bruder Klaus, auf den Menschen, ein.

Thomas Gmür v/o Mikesch, Redaktor

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175 Jahre Schw. StV

Ausgabe Nr. 1 2016-17

Werte verbinden seit 175 Jahren» – unter dieses Motto hat VCP Gähwiler v/o Nochwuchs seine heurige Brandrede am Zentralfest in Schwyz gestellt. Fürwahr, der StV kann einerseits auf 175 Jahre gemeinsame Geschichte seit der Gründung im Flecken Schwyz anno 1841 zurückblicken. Gilt aber auch seither ein gemeinsames Wertesystem, welches uns StVerinnen und StVer verbindet? Oder müssen auch wir feststellen, dass einst gültige Maximen selbst im heiligen StV erodieren? Dass wir gar am Ende nur noch ein Zentralfestverein sind, der sich darin genügt, einmal jährlich zum gemeinsamen Festen ein Landstädtchen heimzusuchen?

Das Zentralkomitee möchte in den kommenden Jahren eine Wertediskussion lancieren. Nach der Strukturreform, die 2012 in Brig vollzogen wurde, soll nun eine inhaltliche Standortbestimmung stattfinden. Es gelte, unsere Werte im Hinblick auf den gemeinsamen Nenner zu hinterfragen. Es fragt sich durchaus, ob der gemeinsame Nenner für viele StVer nur noch das gemeinschaftliche Festen im couleurstudentischen Umfeld ist. Das wäre dann doch ein bisschen gar wenig, doch entspricht es wohl leider einer schleichenden Entwicklung. Unser Verein wurde bewusst und gezielt als konservativer und christlicher Verein gegründet, um während rund hundert Jahren das katholische Ausschliesslichkeitsprinzip hochzuhalten. Seit rund vierzig Jahren ist der Schweizerische Studentenverein christlich ausgerichtet, dies schlägt sich auch in den Grundsatzpapieren nieder, so in Artikel 3: «Ihres geschichtlichen Erbes bewusst, orientieren sie (die Mitglieder) ihr Denken und Handeln im Evangelium und an den Prinzipien der katholischen Soziallehre.» Und bezüglich Staat und Gesellschaft halten die Grundsatzpapiere Folgendes fest: «Die Mitglieder des Schw. StV bekennen sich zu den Grundwerten unseres freiheitlichen und sozialen Rechtsstaates. Sie stehen zu seinem demokratischen und föderalistischen Wesen.»

Wichtige Prinzipien unserer gemeinsamen Werte fussen auf der Basis unseres christlichen Glaubens. Doch genügt allein die Kenntnis, dass unser Verein christlich-konservative Wurzeln hat? Reicht dieses Wissen, um als «christlich» im Sinne unserer Grundsatzpapiere zu gelten? Oder darf unser Verein auch heute noch von seinen Mitgliedern mehr verlangen?

Gemeinsame Wurzeln wuchern zwar im Boden, an der Basis, sie führen aber zum gemeinsamen Wachstum. Damit aus den Wurzeln unseres Vereins nicht zu verschiedene Blüten blühen, hat das CC die Wertediskussion angestossen.

Thomas Gmür v/o Mikesch, Redaktor

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